Historie
Von Knusperhäuschen zu Knusperhäuschen
1. Mannschaft im Jahre 1968


Als im August 1968 der Verein gegründet wurde, fehlten neben dem Sportplatz auch die notwendigen Umkleidemöglichkeiten sowie Waschgelegenheiten. Der Bolzplatz am Sälzerbach wurde ausgebaut, aber die Umkleidekabinen fehlten immer noch.
Da keine Räumlichkeiten zu finden waren, war das Ehepaar Josef und Trude Cleven die letzte Rettung. Sie stellten nach einigen Gesprächen zwei Räume auf dem Gelände neben ihrer Trinkhalle zur Verfügung. Somit war das erste Vereinsheim, "Tante Trude's Knusperhäuschen " gegründet.

Durch einige fleißige Hände waren schnell zwei Kabinen, ein Duschraum, sowie ein Aufenthaltsraum zusammengebaut, welche beim ersten Spiel am 18. August 1968 eingeweiht wurden. Im Sommer 1972 mußte dieses Heim Neubauten weichen, so daß man wieder auf der Straße saß. Zeitweise konnte man zur Hüttmannschule ausweichen, doch die Entfernung zur Sportanlage war doch zu groß.
Nach längeren Verhandlungen stellte die Stadt dann einen Bauplatz zur Verfügung. Es wurde eine gebrauchte Baubaracke in einer Größe von 50qm zu einem Preis von 4.000 DM erworben.

Wie auch 1968 begaben sich auch hier wieder einige Mitglieder daran die Hütte aufzumöbeln. Strom und Wasserzuführung wurden in Eigenarbeit gelegt, auch zwei Kabinen, der Brauseraum und der Aufenthaltsraum wurden selber hergerichtet. Zu den Gesamtkosten von 19.300 DM steuerte die Stadt Essen 5.800 DM dazu, der Rest wurde selber aufgebracht.

Clubheim im Jahre 1972


Ende des Jahres 1973 begann die Stadt mit dem Bau der heutigen Sportanlage Hagenbecker Bahn. Im Sommer 1974 konnte dann der Sportplatz und die Umkleidemöglichkeiten in ihrer jetzigen Form eröffnet werden. Nur die Flutlichtanlage wurde, wiederum unter Mithilfe einiger Vereinsmitglieder, einige Jahre später in Betrieb genommen.

Im Jahre 1979 wurde der Platz noch einmal erneuert, indem er eine neue Dränage und Aschendecke bekam. Nachdem die Sportanlage 1983 in Eigenverwaltung überging, hat sich noch einiges verändert. Die Garage wurde versetzt, ein Ballraum neu gebaut und ein Kühlraum installiert, denn wer mag schon warme Getränke. Der vorläufige Höhepunkt Ballfreundes Baukunst wurde dann im Dezember 1989 erreicht.

In der Zeit von August bis Dezember wurde das Vereinsheim am Sportplatz errichtet. Für 198.000 DM wurde das Prunkstück direkt an den Platz gebaut. Durch Zuschüsse von Stadt (54.000 DM) und Land (44.000 DM) konnte der Eigenanteil von 95.000 DM so aufgestockt werden, daß dieses Projekt überhaupt realisiert werden konnte. Durch die Muskelkraft und das Denkvermögen von 28 Mitgliedern konnte in 996 Arbeitsstunden die Eigenleistung, die erforderlich war, erbracht werden.

Am 8. Dezember 1989 wurde das neue "Knusperhäuschen", wie für Ballfreunde typisch, mit einem Riesenfest eröffnet. Im Mai 1993 verstarb unser Werner Bozek, der bis dahin das Vereinsheim alleine mit seiner Frau Christel führte. Heute ist dies leider nicht mehr möglich. Das Lokal ist in der Woche von 16:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr geöffnet, sowie an den Wochenenden von 12:00 Uhr bis Ende offen. Dafür mussten regelrecht Pläne erstellt werden, wer wann freiwillig und unentgeltlich für unser leibliches Wohl sorgt. Für einen alleine wäre es heute nicht mehr zu schaffen.

Da sich viele Mitglieder, sowie auch Freunde und Bekannte, gerne auf der "Hahne" treffen, werden auch einige Aktivitäten im Vereinsheim angeboten. Es geht los mit Karnevalssamstag, Große Fete. Für den Rosenmontag haben wir immer eine Kinderkarnevalsfeier vorbereitet. Es geht so weiter zum Oktoberfest, Kinder- und Erwachsenenbingo, sowie Dartturnier, Oldienight und auch Weihnachtsfeiern der einzelnen Mannschaften.

Lange Zeit sorgte unsere Christel Bozek mit ihrem Schrubber dafür, daß am nächsten Tag das Vereinsheim wieder geöfnet werden konnte. Leider hörte sie im Februar diesen Jahres auf für uns das Vereinsheim sauber zu halten. Vielen Dank noch einmal für alles!

Seit einiger Zeit können Mitglieder und Nichtmitglieder unser "Knusperhäuschen" Samstags ab 19:00 Uhr für private Feten mieten. Anfragen und Terminabsprachen bitte an den Vorstand richten oder mailt uns.


Alte-Herren-Mannschaft

Ein Jahr nach Vereinsgründung waren genug Spieler um Jahre gealtert, so daß auch endlich eine Alte-Herren-Mannschaft gestellt werden konnte . Im August 1969 verlor man das erste Spiel gegen SV Borbeck zwar mit 4:1 Toren doch dieses Ergebnis gab nur Anreiz zu besseren Leistungen , die auch in den nächsten Jahren folgten. In diesen Jahren wurden unzählige Spiele und Tuniere im In- und Ausland bestritten, wobei sich Erfolg und Mißerfolg immer wieder abwechselten. Bis zur Jahreswende 1979/80 spielte man immer nur um Ehre und Freundschaft, ohne den großen Anreiz eines Meistertitels.

Dann wurde das Borbecker-Alte-Herren-Hallen-Turnier "1111 Jahre Borbeck " ins Leben gerufen. Unsere AH qualifizierte sich auf Anhieb für das Halbfinale. Dieses wurde klar und deutlich mit 5:1 Toren gegen Adler Frintrop gewonnen. Im Endspiel traf man auf den alten Rivalen SV Borbeck. In einem rasanten Endspiel gewann man mit 5:2 Toren. In den zwei darauffolgenden Jahren wurde sogar der Hattrick geschafft. Auch in den späten 80er Jahren konnte dieses Tunier noch dreimal gewonnen werden.

Der größte sportliche Erfolg erfüllte sich aber erst 1988 . Nachdem man noch 1985 im neu ins Leben gerufenen Stadtpokal für Alte-Herren das Endspiel mit 1:0 gegen TuRa 86 verloren hatte, wollte man es diesmal besser machen.
Nun hieß der Gegner SuS 05 und das Duell steckte voller Brisanz, da sich viele Spieler aus der aktiven Zeit als Seniorenspieler kannten. Nach einem tollen an Spannung kaum zu überbietenden Spiel siegten unsere "alten Knabels" mit 4:3 Toren und wurden vom zahlreichen Anhang begeistert gefeiert.

Im Jubiläumsjahr 1993 konnten unsere "Ältesten Herren " einen Erfolg sondergleichen feiern. Sie wurden, ohne ein Gegentor zu kassieren, erster Kreismeister des Kreises 13 für Alte Herren "Ü40", d.h. über 40 Jahre alt.

In den Jahren 2001, 2002 und 2003 konnte unsere AH-Mannschaft dreimal in Folge den Stadtpokal gewinnen, was bis heute keiner anderen Mannschaft gelungen ist.


Jugendabteilung

Auch unsere Junioren ließen sich nicht lange bitten und bestritten am "4. August 1968 ihr erstes Spiel. Eine gemischte C-Junioren-Mannschaft schlug die Truppe von Blau-Weiß Essen mit 6:2 Toren. Doch mit nur einer Jugendmannschaft wollte man sich nicht zufrieden geben. Durch die vielen alteingesessenen Vereine in der Nachbarschaft wurde dieses Unterfangen nicht unbedingt erleichtert. Außerdem mußten die Eltern davon überzeugt werden, daß ihre Sprößlinge in einem Fußballverein auch andere Dinge außer Fußball lernen würden.

Nach einigen Monaten "Klinkenputzen" und "Hacken abrennen" zeigten sich die ersten Erfolge. Anfang 1970 meldeten wir bereits 4 Jugendmannschaften. Auch der erste Tagesausflug ins Nachbarland Holland war ein voller Erfolg. Der Klubkampf mit einem Verein aus Westerfoort endete mit 3:1 Siegen zu unseren Gunsten. Zwei Jahre später feierten wir den ersten größeren sportlichen Erfolg. Nachdem sechs Mannschaften für die Saison 1972/73 gemeldet worden waren, wurde die A-Jugend erstmalig Gruppenmeister und stieg in die Bestengruppe auf. Auch in der Bestengruppe spielte sich diese Mannschaft in einen Rausch und wurde ein Jahr später als Meister der Bestengruppe Kreismeister. Doch unsere Jugend war nicht nur sportlich, sondern auch reiselustig. So fuhren die A-Junioren im Meisterjahr mit den Senioren in die Dolomiten, ein Jahr später zusammen mit den B-Junioren nach Rastatt in Österreich. Seit dieser Zeit gab es bis zum heutigen Tage immer wieder gesellige und erlebnisreiche Fahrten aller Mannschaften, von den Bambinis bis zur A-Jugend. Während unsere Zwerge regelmäßig die Jugendherbergen im Sauerland ansteuern, um dort die großen Freizeitparks Panoramapark und Fort Fun, zu besuchen, zieht es die A- und B- Junioren mehr in die Ferne. So gab es mehrere Teilnahmen an internationalen Turnieren in Paris und Berlin, sowie Erholungsfahrten und Badeurlaub in Österreich und Holland. Aber auch im sportlichen Bereich wurde weiterhin gejubelt. Nach den Älteren waren unsere Kleinen dran . So wurden unsere F-Junioren im Jahre 1976 Gruppen- und Kreismeister, wurden aber im Endspiel um die Stadtmeisterschaft von der ESG 99/06 mit 2:1 geschlagen. Im Jubiläumsjahr zum 10 jährigen Bestehen wurden gleich drei Mannschaften Gruppenmeister: A-, D-, und E-Junioren.

Der größte Erfolg folgte dann 1980. Die E-Jugend wurde nach Gruppen- und Kreismeisterschaft auch noch Sieger der Stadtmeisterschaft. Nach einem nervenraubenden Spiel schlugen sie die ESG 99/06 mit 7:6 Toren nach Acht-Meter-Schießen. Zwei weitere Erfolge, neben den zahlreichen Gruppenmeisterschaften aller Jahrgänge, waren die Kreispokalsiege der F-Junioren 1988 mit 5:0 gegen BV Altenessen und der E-Junioren 1991 mit 6:5 Toren gegen TuS Essen-West 1881.

Besonders erwähnenswert ist noch das Jahr 1989, in welchem wir als einer von drei Vereinen in unserem Kreis die erste Bambini-Mannschaft stellten und vom Kreisvorstand des Kreises 13 den Sepp-Herberger-Preis für hervorragende Jugendarbeit verliehen bekamen.


Siegfried Peukert - Nachts kann man ihn wecken!

Fußballstars als Millionäre, Ablösesummen von schwindelnder Höhe, Trainergehälter, die alle Großverdiener erblassen lassen. Ist das der Fußball unserer Tage?

Gott sei Dank gibt es noch viele Jugendbetreuer, die mitunter ihr Taschengeld opfern , um mit Ihren Jungs auf Reisen zu gehen. Da gibt es Vorstandsmitglieder, die ihre Freizeit fast ausschließlich dem Verein widmen. Und dann gibt es die, die keiner ersetzen kann. Einen von diesen "Idealisten" wollen wir euch heute vorstellen: Siegfried Peukert.

1968 war er einer der Spieler, die aus der Thekenmannschaft Rot-Weiß Stobberg einen Verein gründen wollten und er stellte sich auch in der Vorstandsarbeit zur Verfügung. 24 Jahre führte er den Posten des Fußballobmannes. Doch nicht nur die Spielabschlüsse für jedes Wochenende waren sein Job. Er organisierte jegliche Materialien für alle Umbauten die der Verein Ballfreunde Bergeborbeck an und um seine Sportanlage durchführte. Aus einem Bolzplatz gestaltete er, mit Untzerstützung einiger weniger, die erste wettbewerbsfähige Sportanlage unseres Vereins. Und egal welche Festivität bei den "Ballerfreunden" stattfand oder stattfindet, er hat seine Finger im Spiel. Wenn es sein muß kann man ihn auch nachts wecken, wenn der Platz markiert werden muß.

Als aktiver Spieler kam es vor, daß er an einem Wochenende drei Spiele bestritt: Samstag bei den Alten Herren, Sonntag in der Reserve und, aus Mangel an Leuten, dann noch in der Dritten. Auch heute betreut er noch in der Ü40 und hält unsere Platzanlage in Schuss.

Außerdem hat er mittlerweile 5 Enkelkinder, für die man ihn natürlich auch nachts wecken kann.